Upgrade oder alles auf Anfang?

Alles rund um die Installation Eures Linuxsystems, sowie die Updatefunktionen des Systems und das Paketmanagement

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drboe
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Upgrade oder alles auf Anfang?

Beitrag von drboe » 12. Jun 2005, 17:33

Hi,

der neuesten c't liegt eine SuSE 9.3 (Personal Ed.) bei, sowie ein Gutschein, mit dem SuSE 9.3 Professional für 59 Euronen erhältlich wäre. Der Preis ist wohl sehr OK. Ich stehe daher nun ernsthaft vor der Frage, ob ich das Paket erwerbe und dann

a) mein SuSE 8.2 Prof. hochrüste, oder
b) alles völlig neu installiere

Für a) spräche vor allem die Bequemlichkeit, wenn bisherige Anwendungen unverändert weiterlaufen (samba) und gelöste Probleme bzw. Einstellungen, an die ich mich teils nur dunkel erinnere (z. B. onboard Sound, Grafikkarte, Faxempfang). Daneben der vermutlich deutliche geringere Aufwand, denn diverse Daten müßten andernfalls zwangsläufig gesichert und dann restauriert werden. Z. B. alle Mails, die Konfiguration der Mailaccounts, Drucker, Samba usw. usf. Außerdem sind einige bei mir installierte Anwendungen sehr viel neuer als auf der SuSE DVD (oder auf der ggf. gar nicht vorhanden), so dass man diese dann neu installieren bzw. aktualisieren müßte.

Für b) spräche natürlich vor allem, dass es eine Installation frei von Altlasten ergäbe. Außerdem ist natürlich keineswegs sicher, dass ein Upgrade fehlerfrei oder überhaupt funktioniert. Innerhalb der 8.X-Reihe ging das sehr gut, was aber natürlich kein Präjudiz ist.

Eure Meinung? Erfahrungen?

M. Boettcher

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Beitrag von Fytzi » 12. Jun 2005, 17:44

Ich würde es neu installieren. Dann hast du ein sauberes System und brauchst dir keine Gedanken machen. Updates können funktionieren, man hört aber immer über Probleme die auftauchen.

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Beitrag von jannpoohbear » 12. Jun 2005, 17:59

Durch den Kernel-Wechsel von 2.4 zu 2.6 wirst Du beim updaten vermutlich Probleme kriegen. Ergo: Alles neu macht der Juni!!! (Bin wohl einen Monat zu spät dran, sonst würde sich das prima reimen)
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Es heißt "WINDOWS" , verdammt !!!

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Beitrag von Mumie » 12. Jun 2005, 18:26

gelöscht
Zuletzt geändert von Mumie am 15. Jun 2006, 00:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von TheTuxKeeper » 12. Jun 2005, 18:39

Ich kann auch nur von einem Update abraten. Ich habe ein Update von Suse 9.0 auf 9.2 gemacht. Ich hatte einen Tag zu tun um alles mögliche gerade zu richten.

Ich würde aber das /home Verzeichnis sichern bzw. auf eine eigene Partition machen, wenn du es nicht schon gemacht hast.


Daniel
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Beitrag von rolle » 12. Jun 2005, 20:09

also von suse8.2 auf 9.3 hat such soviel geaendert, dass ein update wahrscheinlich nur zu einem kaputten system fuehrt. installiere nach einem ausgiebigen backup neu.

horrido, roland

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Beitrag von cero » 12. Jun 2005, 20:24

Auch wenn es viele für übertrieben halten, aber ich setze mein
System immer komplett neu auf (auch bei kleinen Sprüngen: 9.2 auf 9.3).
Dafür habe ich ja extra verschiedene Partitionen eingerichtet. Gut, ich
muss dann wieder alles einrichten (Apt,...), aber das übt ja schließlich :-)
Wissen, was man weiß,
und wissen, was man nicht weiß,
das ist wahres Wissen.
(Konfuzius)


"Auf der dunklen Seite gibt es keine Kekse, Luke! Bleib lieber hier!" - Obi-Wan Kenobi

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Beitrag von Fytzi » 12. Jun 2005, 20:28

Ich setzte auch lieber alles neu auf (zB von 9.2 auf 9.3). Man hat dann ein sauberes System und nie Probleme, dass ein Update nicht funktioniert. Aber es dauert länger, aber das stört mich nicht wirklich

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Beitrag von drboe » 13. Jun 2005, 08:16

Mumie hat geschrieben:Wenn man einmal ein stabil laufendes Linux-System hat, gibt es meist nur wenige Gründe, ein komplettes Update durchzuführen.
Das ist natürlich richtig. Mein SuSE 8.2 läuft rund und ich fürchte auch, dass 9.3 einen höheren Ressourcenbedarf hat. Andererseits ärgert mich, dass es mir z. B. bis heute nicht gelang die Verschlüsselung in KMAIL sauber zum Laufen zu kriegen; ich muss immer noch extern verschlüsseln. In 9.3 ist das alles enthalten. SuSE stellt den Support für 8.2 ein, einige Programme kriege ich für V 8.2 nicht als rpm usw.
Es ist aber natürlich die Frage, ob das schon wirklichen Leidensdruck ergibt. Bisher habe ich das verneint und mich deshalb nicht um eine neue Version gekümmert. Nun flattert mir plötzlich die SuSE 9.3 mit der c't ins Haus. Und wenn ich die prof. Version erwerbe spare ich noch 30 EUR. Und nur deshalb werde ich nachdenklich.

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Beitrag von Griffin » 13. Jun 2005, 08:49

Aber es dauert länger, aber das stört mich nicht wirklich
Klar, wenn man das Betriebssystem neu installiert, braucht man meist einen ganzen Tag, bis man wieder alles so eingestellt hat, wie man es gewohnt ist und gerne haben möchte. Das ist schon lästig.
Viel lästiger und zeitintensiver ist es jedoch letztlich, wenn man erst ein Update macht, dann feststellt, dass dabei irgendwas nicht klappte und zum Schluss doch neu installieren muss.
Nachdem mir das einmal passiert war, habe ich seitdem sicherheitshalber immer eine Neuinstallation gemacht. Man kann hierbei einfach sicherer sein, dass alles gut läuft.
Außerdem hat man hinterher ein schönes neues, sauberes und aufgeräumtes System.[/quote]
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Beitrag von jpfoe » 13. Jun 2005, 22:30

Mit einem "Mittelweg" hab' ich recht gute Erfahrungen gemacht: /home eine eigene Partition zuweisen (das geht übrigens auch mit anderen Linuxstandard-Verzeichnissen) und diese bei der Neuinstallation nicht formatieren. Dadurch bleiben die persönlichen Einstellungen der meisten Programme (weitgehend) erhalten, das Wiedereinrichten geht zumindest deutlich schneller.
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Beitrag von Appleonkel » 15. Jun 2005, 15:20

evtl. noch alte conf dateien aus /etc sichern dann kann man sich schon mal ein paar Einstellungen ersparen. Aber eine Neuinstallation wäre bei diesen Versionssprung schon zu empfehlen.

Viel Glück Appleonkel
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