korrekte Installation ohne YAST

Alles rund um die Installation Eures Linuxsystems, sowie die Updatefunktionen des Systems und das Paketmanagement

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ph.schmidt
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korrekte Installation ohne YAST

Beitrag von ph.schmidt » 24. Mai 2005, 00:21

Hallo.
Ich habe mal einige allgemeineren Frage, zu der ich bisher noch keine Antwort gefunden habe:
Ich habe ein normales Suse Single-User system.
Ein root und ein normaler User.

Ich weiß, dass ich Software (bspw. Firefox oder einen Editor), die ich aus dem Netz geladen habe in /usr/local installieren soll.

Als root?
Aber dann kann der normale user doch nicht darauf zugreifen, oder?
Wer soll denn der Owner der Dateien sein?
Und Einstellunsgdateien von z.B. Firefox sollen dann ins home dir, richtig?

und sollte die PATH Variable des users so angepasst werden, dass sie usr/local/ durchsucht?

Und als letztes zur Deinstallation.
Kann ich einfach /usr/local/programm und /home/EinstellungsdateienVomProgramm löschen, und das Programm ist restlos weg?
Z.B. auch die Java VM. Geht die nicht "tiefer" ins System?

Ich weiß sind viele Fragen, sorry.
Bitte nicht aufregen, ich versuche halt "von Hand" etwas zu installieren und möchte nicht alles ins /home ballern.
Vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Vielen Dank

Philipp

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Beitrag von admine » 24. Mai 2005, 00:27

Was verstehst du denn grundsätzlich "von per Hand" installieren?

RPMs installieren von Zeile ?
Oder Programme selbst kompilieren ?
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ph.schmidt
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Beitrag von ph.schmidt » 24. Mai 2005, 00:30

Erstmal RPMs.

traffic
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Beitrag von traffic » 24. Mai 2005, 01:10

Also: Auf einem RPM-basierten System sind grundsätzlich RPMs zu bevorzugen. RPMs enthalten bereits die Installationspfade aller zu installierenden Dateien, dies darf bei RPMs laut File System Hierarchy Standard gerade eben nicht /usr/local sein.

RPMs installieren geht so:

Code: Alles auswählen

rpm -Uvh <Name>-<Version>-<Release>.<Architektur>.rpm
RPMs deinstallieren geht so:

Code: Alles auswählen

rpm -e <Name>
Mehr Information:

Code: Alles auswählen

man rpm
RPMs installieren sich übrigens automatisch so, dass alle Benutzer darauf zugreifen können.

Sowohl Firefox als auch Java gibt es als RPMs, also wirst Du diese auch verwenden. Trotzdem als Beispiel: Würdest Du die tar.gz-Version von Firefox installieren wollen, dann würdest Du sie als root nach /usr/local entpacken, weil es ja kein RPM ist. Anschließend musst Du das StartUp-Skript noch nach /usr/local/bin verlinken:

Code: Alles auswählen

ln -s /usr/local/firefox/firefox /usr/local/bin
Fertig, alle Benutzer können auf das Programm zugreifen, weil sie Lese- und Ausführrechte haben. Schreibrechte hat natürlich nur root.

Einziges Problem dabei: Es wird kein Menüeintrag für die Benutzer angelegt, das müssen sie selbst machen. Das ist einer der Gründe, weshalb man RPMs benutzen soll.

Um das Ganze wieder zu löschen:

Code: Alles auswählen

rm -rf /usr/local/firefox /usr/local/bin/firefox
Fertig, mehr ist nicht zu tun.

Hier noch der Link zum HowTo, wie man den Java-Download von SUN in SuSE-kompatible RPMs umwandelt:

http://www.linux-club.de/viewtopic.php?t=21665
openSUSE Factory - GNOME 2.32.1

ph.schmidt
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Beitrag von ph.schmidt » 24. Mai 2005, 10:16

Danke. Das hat mir sehr geholfen.
Es wird kein Menüeintrag für die Benutzer angelegt, das müssen sie selbst machen
Damit meinst du sicher das KDE oder Gnome Menü, oder?

ph.schmidt
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Beitrag von ph.schmidt » 26. Mai 2005, 08:50

Und bei Makefiles die sourcen in /usr/local/scr,
als Ziel /usr/local angeben
und dann wieder die ausführbare Datei in /usr/local/bin
linken.
Ist es richtig so?
Danke. Gruß Philipp

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