[gelöst] System friert ein

Alles rund um die Installation Eures Linuxsystems, sowie die Updatefunktionen des Systems und das Paketmanagement

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von Sauerland » 9. Nov 2017, 08:40

Evtl. zieht ja die Nvidia Karte zu viel Strom???
Oder alles zusammen?????
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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von whois » 9. Nov 2017, 10:29

Hi

Vielleicht ein blöder Ansatz aber ich hatte vor geraumer Zeit mal was ähnliches.
Nachdem ich fast alles ausprobiert hatte habe ich dann als allerletzten Schritt die Bios Puffer Batterie ersetzt und voila es lief.....

Das war auch ein allter Rechner und der ganze Ärger hat nur mit der schei.. Batterie zu tun.

cu

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von josef-wien » 9. Nov 2017, 10:37

Wenn journalctl IO-Fehler meldet und das Schreiben nicht möglich ist, können diese Meldungen auch nicht im System-Log aufscheinen. Selbstverständlich kann eine Platte defekt werden, ohne daß dies aus den SMART-Attributen vorhergesagt werden kann. Das Netzteil scheide ich derzeit als Ursache eher aus.

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von goeba » 9. Nov 2017, 16:21

Die NVidia Karte ist eine Geforce GT 710, das ist eine Stromsparkarte, die sogar ohne eigenen Stromanschluss auskommt. Daher ist das unwahrscheinlich.

Das mit der Batterie halte ich auch für unwahrscheinlich, weil die Uhr noch geht.

Ich kopiere jetzt erst mal auf eine andere Festplatte. Das ist dann dummerweise eine IDE Platte, die ich nicht an den sata Port hängen kann, aber zum Testen, ob das System dann stabil läuft, sollte es reichen.

dd läuft ja schon echt langsam, wenn das eine eine USB-2.0 Festplattenhalterung ist ...

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von susejunky » 9. Nov 2017, 16:54

goeba hat geschrieben:
9. Nov 2017, 16:21
Die NVidia Karte ist eine Geforce GT 710, das ist eine Stromsparkarte, die sogar ohne eigenen Stromanschluss auskommt.
d.h. sie wird über den Systembus mit Strom versorgt. Wenn Dein Motherboard schon etwas älter ist, stellt sich die Frage, ob es eine stabile Stromversorgung sicherstellen kann. Vielleicht wäre eine Grafikarte mit zusätzlicher Stromversorgung günstiger (vorausgesetzt Dein Netzteil kann die Last bewältigen).
goeba hat geschrieben:
9. Nov 2017, 16:21
Ich kopiere jetzt erst mal auf eine andere Festplatte.
Meines Erachtens sehen die SMART-Werte Deiner Festplatte nicht "bedrohlich" aus. Aber - wie josef-wien bereits gesagt hat - eine Festplatte kann natürlich auch versagen, ohne dass SMART vorher Anzeichen liefert.

Vielleicht liefert Deine Festplatte (so wie meine Seagate ST2000LM015) mit

Code: Alles auswählen

# smartctl -x /dev/sdx
eine Temperaturverlaufshistorie. Die könnte zeigen, ob die Betriebstemperatur der Festplatte bei langen Anschaltzeiten das zulässige Maximum übersteigt.

Viele Grüße

susejunky

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von josef-wien » 9. Nov 2017, 17:35

goeba hat geschrieben:
9. Nov 2017, 16:21
USB-2.0 Festplattenhalterung
Das erkennt man auf jeden Fall an den Kernel-Meldungen beim Einstecken.


susejunky hat geschrieben:
9. Nov 2017, 16:54
Stromversorgung
Laut https://www.nvidia.de/object/geforce-gt-710-de.html braucht die Karte läppische 19 Watt.

P. S. Wenn Du von USB starten willst, muß zumindest usb-storage in der initrd enthalten sein. Wenn Du von PATA starten willst, muß der für den Controller zuständige pata-irgendetwas in der initrd enthalten sein. (SATA wird üblicherweise über ahci angesprochen.)

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von goeba » 9. Nov 2017, 18:13

@josef-wien : Ich habe ganz optimistisch folgendes gemacht:

- beim Installieren steckte die Platte per Adapter in einem USB Slot. Habe ich drauf installiert, Grub natürlich auf diese Platte installiert (und nicht auf die"Hauptplatte), funktionierte.
- später habe ich die Platte dann per sata angeschlossen, ohne was dran zu ändern, hat funktioniert
- jetzt habe ich die Platte mit dd auf eine andere Platte kopiert (an einem anderen Rechner, beide Platten waren per usb angeschlossen,a ber das ist wohl egal)
- jetzt habe ich den Rechner davon gebootet (per USB), funktioniert auch.

Hätte das schiefgehen sollen? Hat es nicht.

ich mache jetzt ein Burn-In mit der anderen Platte.

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von susejunky » 9. Nov 2017, 20:13

josef-wien hat geschrieben:
9. Nov 2017, 17:35
susejunky hat geschrieben:
9. Nov 2017, 16:54
Stromversorgung
Laut https://www.nvidia.de/object/geforce-gt-710-de.html braucht die Karte läppische 19 Watt.
Wenn das hier https://de.wikipedia.org/wiki/Periphera ... terconnect zutrifft, dann sind 19W immerhin ca. 75% der max. Gesamtleistung die der PCI-Bus liefert.

Was die Festplatte, als potentielle Problemursache anbelangt, wäre es ggf. auch einen Versuch wert die SATA-Kabel zu prüfen und ggf. zu ersetzen.

Viele Grüße

susejunky

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von Heinz-Peter » 9. Nov 2017, 21:36

Hallo @susejunky,

die Graka hat eine Leistungsaufnahme von 19W und die Min. erforderliche Systemleistung soll 300W betragen.
Wie kommst auf 75%?
Den Satz verstehe ich nicht richtig: ...dann sind 19W immerhin ca. 75% der max. Gesamtleistung die der PCI-Bus liefert.
susejunky hat geschrieben:
9. Nov 2017, 20:13
josef-wien hat geschrieben:
9. Nov 2017, 17:35
susejunky hat geschrieben:
9. Nov 2017, 16:54
Stromversorgung
Laut https://www.nvidia.de/object/geforce-gt-710-de.html braucht die Karte läppische 19 Watt.
Wenn das hier https://de.wikipedia.org/wiki/Periphera ... terconnect zutrifft, dann sind 19W immerhin ca. 75% der max. Gesamtleistung die der PCI-Bus liefert.
Mein Betriebssystem: Suse 13.2/13.1, Prozessor: Pentium 4 550 (3,40 GHz, FSB800, Hyper-Threading), Grafikkarte: Nvidia Geforce 6610XL (PCIe)/128MByte.
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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von susejunky » 9. Nov 2017, 22:17

Hallo Heinz-Peter,
Heinz-Peter hat geschrieben:
9. Nov 2017, 21:36
... Den Satz verstehe ich nicht richtig: ...dann sind 19W immerhin ca. 75% der max. Gesamtleistung die der PCI-Bus liefert.
Aus dem von mir verlinkten Wikipedia-Artikel und diesem Dokument http://www.math.uni.wroc.pl/~p-wyk4/so/pci23.pdf Seite 137 geht meiner Meinung nach hervor, dass eine PCI-Karte max. 25W an Leistung aufnehmen darf und der PCI-Bus max. 25W für alle angeschlossenen Karten bereitstellt.

Inwieweit das alles korrekt ist bzw. auf das bei goeba verbaute Motherboard zutrifft, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Viele Grüße

susejunky

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von Heinz-Peter » 9. Nov 2017, 22:37

Hallo @susejunky,

danke für Antwort. Die Aussage das ein PCI Bus Energie liefert, hat mich verwirrt.

Grüße Heinz-Peter
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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von josef-wien » 9. Nov 2017, 23:31

Hier geht es nicht um PCI (die 25 Watt gelten pro Steckplatz), sondern um PCIe, und ein für die Aufnahme einer Grafikkarte bestimmter Steckplatz darf 75 Watt zur Verfügung stellen (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/PCI_Expre ... versorgung).

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von Heinz-Peter » 10. Nov 2017, 09:08

josef-wien hat geschrieben:
9. Nov 2017, 23:31
Hier geht es nicht um PCI (die 25 Watt gelten pro Steckplatz), sondern um PCIe, und ein für die Aufnahme einer Grafikkarte bestimmter Steckplatz darf 75 Watt zur Verfügung stellen (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/PCI_Expre ... versorgung).
Danke für den Beitrag. Wie immer gut recherchiert und treffend beantwortet. :thumbs:

Grüße Heinz-Peter
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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von goeba » 10. Nov 2017, 10:26

Moin,

die Probleme mit der Festplatte sind nicht wieder aufgetreten, es lag also wohl an der Festplatte und nicht am Rechner.

Einmal ist der Rechner gestern Abend noch abgestürzt, allerdings habe ich da wild mit MythTV herumprobiert, eine Software, mit der ich mich nicht gut auskenne.

Ansonsten ist der Rechner gestern stundenlang mit Kaffeine sowie auch mit Youtube gelaufen. Aktuell lasse ich ihn seit 7.00 Uhr auch mit Kaffeine und einem HD-Sender laufen. Wenn er das bis heute Abend durchhält, würde ich sagen, dass der Rechner an sich in Ordnung ist.

Folgendes wäre dann die Zusammenfassung:

- Die Probleme unter Windows, wegen derer der Rechner ursprünglich ausrangiert wurde, lagen (wie so oft) an Windows. Ich hätte sie, zugegeben, durch Neuinstallation von Windows lösen können, aber ich hatte seinerzeit nicht Zeit genug, alles neu zu installieren (Windows selbst ist nicht das Problem, sondern die Software) (Windows liegt auf einer anderen Festplatte als die später für Linux verwendete, theoretisch könnte natürlich auch diese Festplatte defekt sein, das habe ich ja noch nicht getestet)
- die Probleme unter Linux hatten zwei Ursachen:
- der Nouveau-Treiber ist instabil im Zusammenhang mit einigen Programmen, die Videos auf der Grafikkarte decodieren wollen, etwa Kaffeine oder Youtube (bei HD Videos, SD lief, das kommt dann wohl im Detail darauf an, wie das Video kodiert ist). Vielleicht hängt das auch noch mit der konkret verwendeten Karte zusammen
- die Festplatte, auf der ich Linux installiert hatte (war eine alte Notebook-Platte, das Notebook ist schon ausrangiert), war defekt, dieser Defekt trat aber immer erst nach einiger Zeit der Benutzung auf

Vielen Dank für die Hilfe hier,

Andreas


-----------Vorsicht, off-topic, weiterlesen auf eigene Gefahr!---------------------


Jetzt wird´s off-topic, falls jemand noch weiterliest, würde mich das natürlich freuen. Der Grund weswegen ich in diesen Rechner nochmal Zeit gesteckt habe ist, dass darin eine sehr gute PCI Soundkarte verbaut ist (PCI, nicht PCIe), eine M-Audio Delta 1010LT (das ist eine Profi-Soundkarte mit 8 analogen Ein- und Ausgängen, zusätzlichen Digital Ein- und Ausgängen sowie Midi-Schnittstelle, sehr geringe Latenz). Diese Soundkarte wird von Windows 10 nicht mehr unterstützt, ferner hängt es natürlich vom verwendeten Board ab, ob PCI überhaupt noch läuft.

Unter Linux wird die Karte voll unterstützt. Das hat den Vorteil, dass ich mit der gleichen Karte Echtzeit-Audio (z.B. das Ansteuern virtueller Instrumente über ein Midi-Keyboard) machen sowie Surround Filme schauen kann. Bei dem Windows 10 Rechner, den ich mir als Ersatz angeschafft habe, brauche ich dafür zwei verschiedene Soundkarten (die Onboard Karte für FIlme, eine USB Karte für Echtzeit, letztere hat aber kein Surround). Das ist in der Praxis ziemlich lästig (Soundkarte umschalten usw).

Zusätzlich habe ich den Rechner aber auch noch als Mediencenter verwendet. Kern desselben war das Programm "DVB Viewer". Dieses gefällt mir, ehrlich gesagt, bisher viel besser als die Alternativen unter Linux (zugegeben bin ich an das Programm gewöhnt). Um es noch komplizierter zu machen (liest noch jemand?) bleibt der neue Win10-Rechner manchmal hängen, wenn er in den Standby-Modus wechselt. Das macht ihn für die Verwendung als digitaler Videorekorder unbrauchbar (das habe ich leider erst gemerkt, als die Rücksendefrist verstrichen war). Abgesehen davon ist der Win10 Rechner aber viel leistungsfähiger als die alte Kiste, das ist klar.

Jetzt, wo ich weiß, dass der alter Rechner eigentlich noch in Ordnung ist, könnte ich also einfach wieder Win7 drauf installieren und ihn so benutzen wie früher. Oder ich lasse Linux drauf und arbeite mich in die diversen DVB-Recorderprogramme unter Linux ein (worauf ich keine rechte Lust habe). Aber auf Windows habe ich eigentlich auch keine Lust mehr ...

Verwendet von Euch jemand Linux als Mediencenter? Vielleicht sollte ich dafür einen anderen Faden aufmachen. Sorry für blabla !

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Re: [doch nicht gelöst] System friert ein

Beitrag von soyo » 10. Nov 2017, 12:34

Hi
Vielleicht sollte ich dafür einen anderen Faden aufmachen
Ja.
Und schreib gleich was Du in Kaffeine gegenüber DVBVIEWER PRO vermißt.
MfG soyo

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Re: [gelöst] System friert ein

Beitrag von goeba » 10. Nov 2017, 12:54

Mach ich!

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Re: [gelöst] System friert ein

Beitrag von goeba » 10. Nov 2017, 19:32

Hi,

die Story ist doch noch nicht zu Ende. Diesmal kommt nun WIRKLICH das Netzteil ins Spiel!

Nach meinem mehrstündigen Burn-In (hatte den Rechner 11 Stunden mit Kaffeine laufen, das schien mir genug) habe ich ihn in den Standby-Modus versetzt.

Habe eben gerade den Einschaltknopf gedrückt. Daraufhin fing der Lüfter auf höchster Tour an zu laufen, der Einschaltknopf hörte aber nicht auf zu blinken. Habe den Rechner dann hart ausgeschaltet, nach ein paar Sekunden wieder angeschaltet. Nichts passierte, Bildschirm blieb dunkel, auch kein "Beep" vom Bios.

Dann habe ich - wie hier ja auch schon geraten wurde - den Stecker gezogen und den Anschaltknopf einige Sekunden gedrückt, um Elkos zu entladen. Da war so viel Spannung noch drauf, dass bei gezogenem Stecker der Knopf kurz aufblinkte.

Anschließend ließ sich der Rechner problem los hochfahren.

Ich hatte ein ähnliches Problem mal mit einem Aldi-Rechner, da wurde dann (war noch in der Garantiezeit) das Netzteil getauscht. Der Techniker meinte aber seinerzeit, es läge auch an unserem schlechten Stromnetz.

Von Hardware habe ich wirklich wenig Ahnung. Liegt sowas zwingend am Netzteil, oder kann es auch die Stromversorgung sein? Löst man das (ich weiß in diesem Fall nicht so recht, ob sich das lohnt) mit einem neuen Netzteil, oder gibt es noch andere Maßnahmen?

Jedenfalls scheint mir der Rechner eindeutig für lange Zeit unbeaufsichtigten Serverbetrieb mit zeitgesteuerten Ein- und Ausschaltvorgängen nicht mehr geeignet!

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susejunky
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Re: [gelöst] System friert ein

Beitrag von susejunky » 10. Nov 2017, 22:53

Hallo goeba,
goeba hat geschrieben:
10. Nov 2017, 19:32
liegt sowas zwingend am Netzteil, oder kann es auch die Stromversorgung sein?
zunächst eine Richtigstellung: josef-wien hat recht:

Deine Grafikkarte wird im PCIe-Bus betrieben und ein PCIe-×16-Steckplatz kann maximal 75 Watt bereitstellen (der PCI-Bus stellt laut Spezifikation insgesamt für alle Slots max. 25W bereit, die ggf. auch von einer einzelnen Karte in Anspruch genommen werden dürfen).

Soweit das aus Deinen bisherigen Beiträgen hervorgeht, betreibst Du eine DVB-T-Karte, eine Highend-Soundkarte und eine Grafikkarte über den Bus Deines Motherboards. Ob das problemlos möglich ist, lässt sich nur beurteilen wenn man die Spezifikation aller beteiligten Komponenten kennt. Alle diese Komponenten sowie Festplatten, CD/DVD-Laufwerke, etc. müssen von Deinem Netzteil mit Strom versorgt werden. Ob es das leisten kann, kann man nur sagen, wenn man alle Komponenten Deines PCs und die Leistung Deines Netzteils kennt. Weiterhin muss man noch in Betracht ziehen, dass der Strombedarf mancher Komponenten mit zunehmendem Alter steigt.

"Aus dem Bauch heraus" gesagt:

Ich halte es für möglich, dass Dein Netzteil nicht ausreichend dimensioniert ist, aber wissen tue ich das nicht. Wenn Du die Möglichkeit hast, ein Netzteil mit mehr Leistung auszuprobieren, dann wäre das ein Versuch wert.

Viele Grüße

susejunky

Nachtrag:

Die meisten PC-Komponenten neigen zu Fehlverhalten, wenn sie über längere Zeit außerhalb ihres definierten Arbeitstemperaturbereichs betrieben werden. Für den stabilen Betrieb eines Rechners ist daher nicht nur die Leistungsversorgung (Netzteil), sondern auch die Kühlung von Bedeutung. Nicht ausreichend dimensioniert Gehäuse; Kabel, welche die Luftströmung im Inneren behindern; zugestaubte Lüftungsschlitze; unterdimensionierte Kühlkörper; etc. können auch zu einem Fehlerbild wie dem Deinen führen.

goeba
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Re: [gelöst] System friert ein

Beitrag von goeba » 11. Nov 2017, 10:26

Prinzipiell unterdimensioniert kann das Netzteil nicht sein, weil der Rechner ja jahrelang in dieser Konstellation funktionierte. Wenn mit dem Alter bestimmte teile irgendwann mehr Leistung brauchen, dann könnte das zu einer Überforderung des Netzteils führen.

Ich denke aber eher, dass irgend etwas kaputt ist. Dieses Verhalten

Standby - Aufwecken führt zu Hochdrehen des Lüfters, PC geht nicht an - Hartes Ausschalten - Bios startet nicht mehr - Entladen über Netzschalter - Rechner geht wieder

kann nicht normal sein.

Auf Verdacht ein neues Netzteil zu kaufen wäre unvernünftig, da der Rechner an sich ja kaum noch was wert ist. Netzteile habe ich hier keine rumliegen (ich könnte höchstens eines aus einem anderen unbenutzten PC ausbauen, der ist aber noch älter, das wäre wohl nicht klug).

Vermutlich kaufe ich mir einen 2,5 -> 3,5 Zoll IDE Adapter, baue die aktuelle Test-Festplatte fest ein, lege mein Virtuelles Piano in den Autostart und verwende den Rechner ausschließlich dafür. Das wäre noch eine Sinnvolle Restverwendung.

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Re: [gelöst] System friert ein

Beitrag von spoensche » 15. Nov 2017, 22:46

Wenn deine Grafikkarte einen zusätzlichen Netzteilanschluss hat und dieser auch gesteckt ist, dann ist das Netzteil wieder ein Thema.

Hast du mal geprüft, ob noch geügend Wärmeleitpaste zwischen CPU und Lüfter vorhanden ist?
Hochdrehende Lüfter, hartes ausschalten, danach startet der Rechner nicht, sondern erst später:

Das riecht nach Thermalschutz.

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