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Firefox alte Version behalten: Fallstricke

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adimeymuc
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Firefox alte Version behalten: Fallstricke

Beitrag von adimeymuc » 1. Apr 2018, 12:53

Folgender Beitrag ist weniger eine Frage sondern als Hilfestellung gedacht.

Problem: Firefox ab Quantum unterstützt etliche (lieb gewonnene) add-ons nicht mehr. Wer also weiterhin seine Webseiten als .maff in einem Rutsch haben will (die angebotenen Alternative ist schlicht eine Frechheit), oder Dateien schnell speichern will (down-them-all) oder Videos direkt abspeichert (Video-download-Helper) schaut in die Röhre. Ob die WebDeveloper tools nur ein magerer Ersatz für Firebug und seine plug-ins sind, darüber darf man streiten.

Bleibt also nur eine ältere FF-Version zu installieren und diese auch zu behalten. Wobei letzteres das Problem ist.

Die Hilfeseiten bei Mozilla sind (abichtlich?) unklar gestaltet und erwähnen nur jeweils neueste und beta-Versionen in Kombination o.ä. Aber eigentlich ganz einfach:

Im Prinzip hat man nur eine alte Version (zu finden bei https://ftp.mozilla.org/pub/firefox/releases/) irgendwohin auszupacken, laufenden FF schließen, auf der Konsole in den Programmordner zu wechseln, „firefox -p“ zu starten und (altes Profil aus /home/USER/.mozilla/firefox/ sicherheitshalber kopieren) und ein neues Profil anzulegen, was selbsterklärend funktioniert.

Soweit die Theorie. Mozilla tut allerdings inzwischen sein bestes dem Nutzer die neueste FF-Version aufzuzwingen (kennt man ja von googles Android -- und wer finanziert die Mozilla Foundation zum großen Teil???)
1. als allererstes wenn man den alten Browser öffnet bekommt man die Möglichkeit zum „Update“ angeboten. Sofort in den Einstellungen Auto-Update deaktivieren.
2. in den Paketmanager-Repositories (in meinem Fall openSuse/YAST) die Firefox-Pakete auf „Geschützt -- nicht verändern“ setzen. Selbiges hat zur Folge, daß jedesmal wenn die online-Aktualisierung läuft, eine Warnung kommt „patch XYZ kann nicht installiert werden. Sperre aufheben?“ -- natürlich nicht.
3. Will man nun die liebgewonnenen Add-ons installieren so sind diese alle „nicht mit dieser FF-Version kompatibel“ Auch hier muß man erst die alten Add-on Versionen finden. Die sind etwas versteckt jeweils in: „Versionsgeschichte -- Alle Versionen anzeigen.“

Insgesamt sicher alles ziemlich offensichtlich, aber man muß doch mehr fummeln behauptet wird.

... und er lebte glücklich und zufrieden mit seinem FF49 bis zum nächsten Leap ;-)

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josef-wien
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Re: Firefox alte Version behalten: Fallstricke

Beitrag von josef-wien » 1. Apr 2018, 16:21

adimeymuc hat geschrieben:
1. Apr 2018, 12:53
und er lebte glücklich und zufrieden mit seinem FF49
... aber nur solange, bis er sich durch vorhandene Schwachstellen und ausbleibende Sicherheitsaktualisierungen ein schönes Problem einhandelte.

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Re: Firefox alte Version behalten: Fallstricke

Beitrag von goeba » 1. Apr 2018, 18:27

Sorry, off-topic : Ich benutze Firefox wieder, seit es Quantum gibt. Ich war auf Chrome umgestiegen, weil FF so unerträglich langsam war! So unterschiedlich sind die Geschmäcker ...

marce
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Re: Firefox alte Version behalten: Fallstricke

Beitrag von marce » 1. Apr 2018, 20:20

adimeymuc hat geschrieben:
1. Apr 2018, 12:53
Bleibt also nur eine ältere FF-Version zu installieren und diese auch zu behalten. Wobei letzteres das Problem ist.
Falsch.

Es gibt aktuell nur eine Lösung: Verwende Firefox ESR.

... und ja, irgendwann ist auch der soweit, daß die alten Extensions nicht mehr laufen. Bis dann haben hoffentlich die Entwickler der betroffenen Extensions ihren Job gemacht und das Ding aktualisiert.

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/dev/null
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Re: Firefox alte Version behalten: Fallstricke

Beitrag von /dev/null » 2. Apr 2018, 15:08

Liebe(r) adimeymuc,

ob dein Beitrag irgend einem User wirklich hilft (so wie du ja in deinem ersten Satz behauptest), wage ich sehr zu bezweifeln.
Ich sehe deinen (in einem etwas provokanten Stil verfassten) Beitrag sogar als recht gefährlich an und ich warne unerfahrene User hiermit davor, deine "Ratschläge" umzusetzen.

Versuch einer Begründung:
Es ist höchst riskant, eine veraltete und somit ungepflegte Version irgend eines Programms zu benutzen. Der Browser, welcher sich vom reinen "html-Anzeigegerät" zu einem Universalwerkzeug entwickelt hat, hat gleichzeitig eine ungewollte aber trotzdem erwartete Entwicklung in Richtung Einfallstor für Schädlinge gemacht. Und es sollte auch keiner denken, dass wir "Linuxer" davor gefeit sind.
Mit jeder neuen Fx-Version werden eine Reihe bekannt gewordener Schwachstellen geschlossen. Und es werden immer wieder neue gefunden - und gepatcht.
Und genau DAS ist die Begründung, warum es eine sehr schlechte Idee ist, veraltete Versionen weiter zu benutzen. (Es sei denn, du benutzt die genannten ESR-Versionen, welche zumindest noch eine Weile durch die Bereitstellung von Sicherheitspatches gepflegt werden.

Und es wurde auch festgestellt, dass die für die Add-ons genutzten Schnittstellen viel mehr Rechte und Möglichkeiten haben, als dafür eigentlich benötigt werden. Auch ist überhaupt bei diesen Schnittstellen ein kaum noch beherrschbarer Wildwuchs entstanden.
Und genau diese zwei Feststellungen ergeben die Begründung, weshalb sich Mozilla entschlossen hat, bei den Add-ons ausschließlich die so genannten "Web-Extensions" zu nutzen. Und daraus folgt eben, dass:
1. die bisherigen Add-ons eben nicht mehr funktionieren (sofern sie nicht auf Web-Extensions beruhen), und
2. bestimmte Zugriffe über den Browser aufs Betriebssystem (eben die o.g. Rechte) nicht mehr funktionieren.

Dass Mozilla diesen Weg einschlägt ist (sich informierenden Usern und Entwicklern) bestimmt schon 2 Jahre und länger bekannt. Es ist also alles andere als eine Überraschung.
Es gibt viele Entwickler, die rechtzeitig ihre Add-ons umgeschrieben und angepasst haben. Es gibt Entwickler, die dazu keine Zeit oder keine Lust mehr haben oder die einfach nur frustriert sind. Und es gibt auch Add-ons, die mit Web-Extensions einfach nicht (so wie früher) funktionieren können. Wir werden also auf einige geliebte Add-ons verzichten müssen.

Persönlich:
Auch mir fehlen trotz intensiver Suche (und mittlerweile vergangener Hoffnung) einige geliebte Add-ons. Ich erwähne nur das hervorragende "Down-them-all". Aber auch solche Hilfsmittel wir "SecureLogin" usw. Mir ist auch das Geheule und Geschimpfe im Fx-Forum keinesfalls entgangen. Gott sei Dank ist es inzwischen abgeebbt - hoffentlich fängt es jetzt nicht hier an.
Vieles an "meinen" Add-ons konnte ich durch emsiges Suchen (und stilles Mitlesen im Fx-Forum!) durch andere Add-ons ersetzen oder die Entwickler haben es geschafft, diese anzupassen. Und an einige nun fehlende Add-ons habe ich mich mittlerweile gewöhnt bzw. ich vermisse sie nicht mehr. Jede Entwicklung hat eben Vor- und Nachteile. Ich erwarte auch nicht mehr, dass weitere Entwickler ihre "alten" Add-ons anpassen. Was bis jetzt nicht ist, geht dann eben nicht.
Mittlerweile gefällt mir mein aktueller Firefox richtig gut. Er ist flink, sehr stabil und macht alles, was ich von ihm erwarte.

Und das Festkrallen an die Vergangenheit ist die schlechteste Idee, die es gibt!

MfG Peter
openSuSE Tumbleweed, Kernel 4.19.x.-desktop x86_64, KDE, Thunderbird 60.3.x
PC: Intel ® Core ™ i5- 2500, NB: TUXEDO Intel ® Core ™ i5- 4340M
S/MIME, denn ich will bestimmen, wer meine Mails lesen kann.
Schau hier: http://www.thunderbird-mail.de

abgdf
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Re: Firefox alte Version behalten: Fallstricke

Beitrag von abgdf » 2. Apr 2018, 15:41

Grundsätzlich sehe ich es für Privatnutzer nicht so eng, ältere Versionen zu verwenden. So läuft hier OpenSuSE 13.1, da mein Rechner ja auch 32bit ist.
Aber:
/dev/null hat geschrieben:
2. Apr 2018, 15:08
Der Browser, welcher sich vom reinen "html-Anzeigegerät" zu einem Universalwerkzeug entwickelt hat, hat gleichzeitig eine ungewollte aber trotzdem erwartete Entwicklung in Richtung Einfallstor für Schädlinge gemacht.
Das stimmt leider. Deshalb wäre der Browser zu erneuern.
Als ich es mit Firefox zuletzt versucht habe, liefen aber nicht nur ein paar Add-Ons nicht, sondern zentrale Widgets wurden nicht richtig dargestellt, insbesondere konnte ich bei Checkboxen nicht mehr sehen, was ich ausgewählt hatte. Das wäre dann ja auch ggf. gefährlich. Also bin ich erstmal zu dem Zustand davor zurückgekehrt (53 in meinem Fall).

Zum Download von Youtube-Videos habe ich recht gute Erfahrung mit "youtube-dl", einem Python-Skript. Aktuell wird es auch immer weiterentwickelt.

Code: Alles auswählen

youtube-dl -s -F https://www.youtube.com/watch?v=83J5ekxIC5M
zeigt die verfügbaren Videoversionen an (oder nur Audio). Da kann man dann eine (dort angezeigte) Zahl wählen, und nur mit der Option "-f [Zahl]" herunterladen.

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