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Ersatz für luckyBackup unter Leap

Alles rund um die Server (Web-, Mail-, Datenbank-, Datenaustausch-, etc.) die man unter Linux betreiben kann

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bayernherz
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Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von bayernherz » 15. Jun 2016, 15:44

hallo community,
bevor ich openSuSE Leap verwendet habe, habe ich für meine Backups luckyBackup verwendet.
Leider ist meines Wissens das Projekt eingestellt und wird auch nicht weiter mehr gepflegt. :-x
Auch nach intensiven Suchens im Internet habe ich es für Leap nicht mehr gefunden.
Welches Backup Tool mit grafischer Oberfläche für KDE könnt Ihr mir empfehlen.
Das Backup Medium sollte eine externe USB-HDD verwendet werden.
ZIP-Funktion fürs Backup ist nicht ungedingt erforderlich.

Ich würde mich über einen Tipp von Euch sehr freuen.

viele grüsse aus dem schönen Oberbayern
vom bayernherz

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josef-wien
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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von josef-wien » 15. Jun 2016, 17:09

Ich weiß nicht, wo Du suchst, aber laut https://software.opensuse.org/package/l ... uckybackup ist es im KDE-Extra Repo enthalten: http://download.opensuse.org/repositori ... Leap_42.1/

Eine andere Oberfläche für rsync ist z. B. grsync.

bayernherz
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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von bayernherz » 15. Jun 2016, 18:30

hallo community,
Entschuldigung, da habe ich wohl an den falschen Stellen gesucht. :-x
Habe luckyBackup bereits installiert.
Vielen Dank für den Tipp. :cuinlove:
Suche aber für meinen Laptop mit PCLinuxOS noch ein alternatives Backup Tool zu rsync m. luckyBackup
Damit ich eine echte Redundanz mit beiden PC's habe.
(Entschuldigung, das ich wieder zwei Themen in diesm Thread auftische)


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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von josef-wien » 15. Jun 2016, 21:45

bayernherz hat geschrieben:ein alternatives Backup Tool zu rsync m. luckyBackup
Damit ich eine echte Redundanz mit beiden PC's habe
Das verstehe ich nicht.

Buddy
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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von Buddy » 15. Jun 2016, 23:09

Schau dir mal backintime an, verrichtet bei mir unter openSuse Leap gute dienste

bayernherz
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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von bayernherz » 16. Jun 2016, 10:47

hallo community,
Josef-Wien hat geschrieben:
bayernherz hat geschrieben:
ein alternatives Backup Tool zu rsync m. luckyBackup
Damit ich eine echte Redundanz mit beiden PC's habe

Das verstehe ich nicht.
Erläuterung zur Redundanz: :wink:
Desktop u. Laptop arbeiten über NFS auf einen NAS und haben dort Ihre Daten gespeichert.
Was ich mit dem Desktop machen kann, kann ich auch mit mit dem Laptop machen.
Das heisst ich arbeite redundant.
Ein PC kann kaputt gehen und ich kann trotzdem noch weiterarbeiten.
Das gleiche muss man aber auch mit den Backups machen.
Beide PC's erstellen vom NAS ein Backup auf unterschiedlichen USB-HDD's.
Um echte Redundanz zu haben muss man auf beiden PC's auch unterschiedliche Betriebssysteme
bzw. Distributionen haben, damit man einen systematischen Fehler, der zu einem Ausfall führt kann ausschliesst.
So dass kann man jetzt weiterdenken und sagen, ich muss auch mit unterschiedlichen Backup-Tools arbeiten.
Eigentlich müsste ich beim NAS auch ein RAID-System einsetzen um das noch zu perfektionieren.
Davon habe ich im Moment noch Abstand genommen.

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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von josef-wien » 16. Jun 2016, 17:35

Jetzt habe ich es verstanden. Aber ist da nicht etwas zuviel Paranoia dabei?

Ich arbeite seit vielen Jahren mit rsync zur Datensicherung und zur Erstellung meines Testsystems (ohne Oberfläche, meine Skripte mit den rsync-Befehlen ändern sich höchst selten) und hatte noch nie ein Problem. Ob jetzt verschiedene Oberflächen Deine Bedenken lösen? Da müßtest Du wohl dar- oder tar-Archive als Alternative nehmen. Zu dar (das ich zur Erstellung komprimierter Archive meiner besonders wichtigen Daten verwende, natürlich auch ohne Oberfläche, diesen Zustand habe ich für wichtige Dinge bereits überwunden) fällt mir DarGUI als Oberfläche ein (KDar wurde nie auf KDE 4 und Trinity umgestellt), zu tar mußt Du selbst suchen.

bayernherz
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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von bayernherz » 17. Jun 2016, 17:45

hallo community,
josef-wien hat geschrieben:
Jetzt habe ich es verstanden. Aber ist da nicht etwas zuviel Paranoia dabei?
Ich lasse mich da von der Computerzeitschrift ct vom Heise Verlag etwas inspirieren.
Nachfolgend aus dem Fazit des Artikels:
Bunte Schliessfächer
Grafische Backup-Programme für den Linux-Desktop
Tim Schürmann in Heise c't 2016, Heft 7 S. 128 http://www.ct.de/y26u

Code: Alles auswählen

" Welches das passende Backup-Programm ist, hängt von der genutzten Desktop-Oberfläche ab und dem benötigten Funktionsumfang. 
Um auch bei Bitfäule auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich, mehrere redundante Backups anzulegen 
oder ein Tool zu verwenden, das Versionsverwaltung beherrscht. "
Jeder muss für sich selber entscheiden, was seine Daten Ihm Wert sind und hierfür ein entsprechendes
Backup Konzept verwenden.
Selbst ein einfaches primitives Konzept ist besser als gar keins ohne Backup.
josef-wien hat geschrieben
Ich arbeite seit vielen Jahren mit rsync zur Datensicherung und zur Erstellung meines Testsystems (ohne Oberfläche, meine Skripte mit den rsync-Befehlen ändern sich höchst selten) und hatte noch nie ein Problem
luckyBackup arbeitet auch mit rsync, aber ich wollte nicht unbedingt bei den Backups auf der
Kommandline Ebene einsteigen, denn dazu müsste ich mich noch intensiev einarbeiten.
Mein Gedanke war ein Backup-Tool mit grafische Oberfläche für KDE, das mit einer alternativen zu
rsync im Hintergrund arbeite.
luckyBackup wird bei mir vom 1. PC verwendet,
deshalb hätte ich für meinen 2. PC eine Alternative.

Wo ich weiterhin Wert drauf legen würde, wäre das das Backup-Tool bei der Wiederherstellung ein defektes Backup erkennt.
Genau dieses kann das sonst sehr komfortable u. leicht bedienbare Back in Time nicht.
Lt. oben zitierten Artikel in der Heise c't kann dieses das Tool Areca Backup,
welches in JAVA Skript geschrieben ist.
Leider kann ich dieses für Leap nicht finden. :irre:

Vielleicht kann jemand von Euch mir weiterhelfen und mein Konzept verbessern
oder ein besser geeignetes Backup-Tool vorschlagen. :)

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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von josef-wien » 17. Jun 2016, 22:19

bayernherz hat geschrieben:Um auch bei Bitfäule auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt sich, mehrere redundante Backups anzulegen
oder ein Tool zu verwenden, das Versionsverwaltung beherrscht.
Ich interpretiere das anders als Du. Auch mit einer Datensicherung kann es Probleme geben bis hin zum Plattenausfall. Daher ist es z. B. sinnvoll, die Datensicherung doppelt auf zwei verschiedenen Medien zu haben, ich lese nicht heraus, daß es auch zwei verschiedene Erstellungsmethoden sein sollen. Bei nur einem Medium können mehrere zeitlich unterschiedliche Datensicherungen bei "harmlosen" Plattenproblemen helfen, dann ist eben eine Datei nicht in der neuesten Version wiederherstellbar. Streng genommen sollte man von Sicherungsarchiven Abstand nehmen, denn ein defektes Archiv kann dazu führen, daß das gesamte Archiv unbrauchbar wird. Ich ziehe einfache Linux-Bordmittel wie rsync vor, sei es mit oder ohne Oberfläche, so verlockend können andere Produkte gar nicht klingen.

Selbstverständlich mußt Du tun, was Du für richtig hältst.

P. S. Java und JavaScript sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.

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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von gehrke » 18. Jun 2016, 07:09

bayernherz hat geschrieben:Lt. oben zitierten Artikel in der Heise c't kann dieses das Tool Areca Backup,
welches in JAVA Skript geschrieben ist.
Leider kann ich dieses für Leap nicht finden. :irre:
https://software.opensuse.org/package/a ... term=areca
Bitte seien Sie sich bewusst, dass die folgenden Pakete aus nicht offiziellen Installationsquellen stammen. Das bedeutet, dass diese nicht von openSUSE begutachtet wurden und instabile oder experimentelle Software beinhalten könnten.
Es handelt sich um Java (nicht Javascript) und bietet neben einem UI auch eine CLI-Variante für die Konsole.

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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von bmk » 20. Jun 2016, 13:09

Hallo,

da areca ein Java-Programm ist, braucht es nicht unbedingt ein rpm-Paket.

Ich habe z.B. mir das entspr. tar.gz-Paket von der areca-Seite
http://www.areca-backup.org/ bzw.
https://sourceforge.net/projects/areca/ ... areca-7.5/
heruntergeladen und einfach nach /usr/local/java ausgepackt.

Sofern die passende Java-Version installiert ist, kann die Oberfläche mit dem Skript areca.sh gestartet werden (ggf. muss areca_run.sh im /bin-Verzeichnis bzgl. der Java-Einstellungen angepasst werden.

Für verschiedene Backupvorgänge kann man sich Skripte erstellen, die man manuell auf der Konsole oder über cron-Jobs automatisiert starten kann.

Ein Vorteil von areca ist für mich, dass ich bei entspr. Konfiguration (zip64) noch auf einzelne Dateien des Backup-Sets "händisch" zugreifen kann.
Etwas nervig ist, dass areca die Backup-Verzeichnisse in Form von 10-stelligen Nummern anlegt, die wenig aussagekräftig sind.

Gruß bmk

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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von bayernherz » 25. Jun 2016, 14:11

hallo community,
"bmk hat geschrieben:
Ein Vorteil von areca ist für mich, dass ich bei entspr. Konfiguration (zip64) noch auf einzelne Dateien des Backup-Sets "händisch" zugreifen kann.
Etwas nervig ist, dass areca die Backup-Verzeichnisse in Form von 10-stelligen Nummern anlegt, die wenig aussagekräftig sind.
Endlich mal einer, der mit dem Tool auch arbeitet. :wink:
Ich habe meine Infos ausschliesslich aus der Computerzeitschrift ct.
Der Artikel hat dieses Tool hervorgehoben, weil es mehrere Formen von Backups, wie integrales, differnziales,
u. weitere beherrscht. Weiterhin auch defekte Backups erkennt, welches ich ja gerade besonders wichtig finde.

Wie zu frieden bist Du mit dem Tool ?
Läuft es stabil ?
Kann man sich darauf verlassen. ?

Meine allgemeinen Erfahrungen sind mit den in Java geschriebenen Tools, das sie ggf. etwas instabil laufen können. Sie tun ihre Arbeit, aber man muss immer etwas vorsichtig damit umgehen. :D

Mich würden Deine Erfahrungen damit sehr interessieren.

viele grüsse aus dem sonnigen Oberbayern
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Re: Ersatz für luckyBackup unter Leap

Beitrag von bmk » 29. Jun 2016, 15:55

Hallo Bayernherz,

also Langzeiterfahrung habe ich keine, ich nutze das Tool erst seit Anfang des Jahres und nicht regelmäßig (nicht automatisiert), dafür auf verschiedenen Systemen (Windows, openSUSE 13.1 und Leap 42.1).

Das ist der Vorteil von Java-Programmen, die laufen auf vielen Systemen, auf denen die notwendige Java-Version installiert (ein Java-Update kann da allerdings zu Überraschungen führen) und auch gefunden wird (ggf. muss /bin/areca_run.sh angepasst werden).

Wichtig waren für mich die Aspekte:
  • Gesicherte Dateien können auch "händisch" zurück gesichert werden
  • Kompakte Installation (keine aufwändige Client-Server-Lösung)
  • Graphisch konfigurierbar, aber auch per Befehlszeile ausführbar und damit automatisierbar
  • alle notwendigen Varianten (voll, differenziell, inkrementell) verfügbar
  • Möglichkeit der Sicherung per FTP
Noch ein paar Tipps:

Wird areca nicht als root gestartet, können nicht alle Dateien gesichert werden.
Da KDE als Benutzer root nicht so einfach zu starten ist, habe ich einen entspr. Eintrag im Benutzermenü für areca erstellt (unter "erweitert": als anderer Benutzer - root ausführen), so kann ich alle Dateien sichern.

Die Konfigurationen liegen dann unter /root/.areca/workspace als <nnnn>.bcfg-Dateien (XML).
<nnnn> ist immer numerisch, man kann aber den Pfad in den .bcfg-Einträgen <medium ...> händisch auf einen sprechenden Namen für das Zielverzeichnis ändern (nicht im Sinne des Erfinders, aber praktisch).

Backup-Varianten
Wie ich das Backup konfiguriere, hängt von den zu sichernden Dateien ab:
  • Sammlungen von Digitalphotos in einzelne Backup-Pakete aufteilen, ab 20 GB wird das etwas unhandlich, eigentlich bringt dann auch die Komprimierung nicht mehr viel, es dauert nur lange
  • Für Datenbanken ist es sinnvoll, vorher einen Dump zu erstellen und den dann zu sichern. Die vorbereitenden Skripte habe ich über die graph. Oberfläche nicht zum Laufen gebracht. Die entspr. Anweisungen habe ich in das erstellte Backup-Skript eingefügt, das funktioniert einwandfrei, somit kann die Sicherung von Außen z.B. über Putty angestoßen werden.
  • Wenn es viele Versionen einzelner Dateien gibt, kann man mit dem Delta-Speichermodus Platz sparen, es werden dann nur die Veränderungen gesichert (wie, ist allerdings nicht dokumentiert). Diese Dateien kann dann nur noch mit areca zurückgeholt werden.
Übrigens: Ab und zu kommt dann eine Erinnerung zum Spenden

Grüße aus Karlsruhe

bmk

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