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Gelöst Hardware-Upgrade (CPU & GPU)

Hallo zusammen,

ich habe vor, meine CPU und GraKa auszutauschen. Die CPU soll auf Ryzen 7 5800X und die GraKa auf RX6600 upgegradet werden.
Bei der GraKa findet kein Herstellerwechsel statt (nach wie vor AMD). Da ich das MB nicht wechsle, bleibt es bei der CPU natürlich auch bei AMD.
Ich habe die Standard-Konfiguration mit Mesa. Keine propitäre Grafiktreiber oder manuel geänderte conf-Dateien.

Meine Frage: muss ich nach dem Wechsel mit Problemen bei opensuse (15.5) rechnen?

Ich habe schon gesucht, habe aber nicht viel gefunden. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann unterstützt opensuse 15.5 (mit Kernel 5.14 und Mesa 22.3.5) die GraKa RX6600.
Etwas naiv gehe ich mal davon aus, dass es mit der neuen CPU keine Probleme geben wird. Richtig?

Nebenfrage: Mein Kind will sich einen PC bauen. CPU soll der Ryzen 7 7700 und GraKa RX 7600 OC sein. Selbe Frage: muss mit Problemen bei opensuse gerechnet werden? Welche Kernel- bzw. Mesa-Version muss es mindestens sein?

Hier habe ich gelesen, dass seit 15.5 die GraKa RX 7600 unterstützt wird.

Über Infos oder Links zu unterstützten CPUs und GPUs wäre ich dankbar. Für Rückfragen stehe ich zur Verfügung.

Edit: Wort ergänzt
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Dir sehe ich höchstens die Möglichkeit, mit den neuen Komponenten eine neue initrd erstellen zu müssen, um zu einer vernünftigen Grafik zu kommen. Um das festzustellen, brauchen wir einige Informationen über die derzeitigen Komponenten:
Code:
inxi -G
Code:
grep . /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_{d,g}*

Bei Deinem Kind sehe ich keine Probleme, sofern für eine sehr ausreichende Kühlung gesorgt wird, die viel heiße Luft nach außen transportieren kann. Gegebenenfalls muß an Stelle des Distributions-Kernel der jeweils aktuelle Kernel verwendet werden (aber dazu muß ein openSUSE-Kundiger etwas sagen). Beim mainboard mußt Du Dich nach den jeweils gewünschten (internen und externen) Anschlüssen richten. Es ist überall der gleiche Chipsatz (einmal oder doppelt) vorhanden, die Chipsatz-Bezeichnungen regeln vor allem, welche PCIe 5-Möglichkeiten der CPU auch als PCIe 5 verwendet werden dürfen.
 
Hallo Josef,
hier die Ausgabe:
Code:
beastxxl@linux-5099:~> inxi -G
Graphics:
  Device-1: AMD Ellesmere [Radeon RX 470/480/570/570X/580/580X/590]
    driver: amdgpu v: kernel
  Display: x11 server: X.Org v: 1.21.1.4 with: Xwayland v: 22.1.5 driver: X:
    loaded: amdgpu unloaded: fbdev,modesetting,vesa dri: radeonsi gpu: amdgpu
    resolution: 1920x1080
  API: OpenGL v: 4.6 Mesa 22.3.5 renderer: AMD Radeon RX 580 Series
    (polaris10 LLVM 15.0.7 DRM 3.49 5.14.21-150500.55.73-default)
beastxxl@linux-5099:~> grep . /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_{d,g}*
/sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_driver:acpi-cpufreq
/sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_governor:ondemand
beastxxl@linux-5099:~>

Zu meinem Kind: Hardwareseitig sollte alles passen, jedenfalls wurde nach Spezifikationen des MBs CPU, GraKa und RAM zusammen gesucht. Kühlung ist auch kein Problem. Ich baue schon seit über 20 Jahren meine PCs zusammen und hatte noch nie ein Hitzeproblem :cool:
Die einzige Frage bei mir waren die (nicht-propitären) Treiber unter Linux. Sollten propitäre Treiber nötig sein, werden sie eben installiert. Nur wissen würde ich es gerne vorher. ;)
 

tomm.fa

.Linux Club Aushilfsadministrator
Teammitglied
Sollten propitäre Treiber nötig sein, werden sie eben installiert.
Da wäre ich gespannt, woher du die nehmen möchtest.

Die von dir ausgesuchten Komponenten sollten ab openSUSE Leap 15.5 keine Probleme mehr bereiten. Davor war es mit den Grafikkarten ein wenig (wirklich nur ein wenig) aufwendiger; es bedurfte zwei zusätzliche Repositorien für einen aktuelleren Kernel, libdrm und Mesa.
Dieses hat sich aber mittlerweile erledigt, vor allem seit openSUSE Leap 15.6.

Mit den Grafikkarten kann ich nicht mithalten:
Code:
inxi -CG
CPU:
Info: 8-core model: AMD Ryzen 7 5800X bits: 64 type: MT MCP cache: L2: 4 MiB
Speed (MHz): avg: 2575 min/max: 2200/4850 cores: 1: 2200 2: 3880 3: 2200
4: 2200 5: 2200 6: 4850 7: 2200 8: 2200 9: 2200 10: 3877 11: 2200 12: 2200
13: 2200 14: 2200 15: 2200 16: 2200
Graphics:
Device-1: Spin Master PCIe Video Bridge driver: SMI PCIe driver v: N/A
Device-2: AMD Navi 10 [Radeon RX 5600 OEM/5600 XT / 5700/5700 XT]
driver: amdgpu v: kernel
Device-3: Sunplus IT Co AUKEY PC-LM1 USB Camera
driver: snd-usb-audio,uvcvideo type: USB
Display: wayland server: X.org v: 1.21.1.11 with: Xwayland v: 24.1.1
compositor: kwin_wayland driver: X: loaded: modesetting unloaded: fbdev,vesa
dri: radeonsi gpu: SMI PCIe driver,amdgpu resolution: 1: 2560x1440
2: 2560x1440
API: OpenGL v: 4.6 Mesa 23.3.4 renderer: AMD Radeon RX 5600 XT (radeonsi
    navi10 LLVM 17.0.6 DRM 3.57 6.4.0-150600.23.17-default)
 
Danke für die Antworten. Ich (wir) werden es dann einfach versuchen und das beste hoffen. Mir hat gerade mein Kind erzählt, dass es evtl. auf Debian umsteigen will...also eine Baustelle, wo ich überhaupt nicht mitreden kann. Evtl. mit Live-OS testen, ansonsten gleich opensuse 15.6 installieren.

@gehrke: Sorry, ich dachte es ist das gleiche Thema --> Kompatibilität von opensuse bzw. Kernel und Mesa mit neueren CPUs und GPUs. Ein Link zu einer Übersicht, welcher Kernel welche CPUs und GPUs unterstützt hätte schon gereicht.
 

Rainer Juhser

Moderator
Teammitglied
@BeastXXL, momentan ist das, bezogen auf die Übersicht, noch OK. Wenn es allerdings im weiteren Verlauf um detaillierte Probleme bei den beiden PCs geht, solltest Du das in 2 separaten Threads abhandeln.
 
Der ist auch für die neue Karte zuständig, daher besteht kein Handlungsbedarf.

propitäre Treiber
Für amdgpu gibt es die proprietäre Ergänzung amdgpu-pro. Ob sie etwas bringt, daran scheiden sich die Geister. Für den "Spiele-PC" würde ich amd-pstate (aber nicht die Passiv-Version) und nicht acpi-cpufreq als scaling driver verwenden (siehe amd-pstate CPU Performance Scaling Driver — The Linux Kernel documentation). Wenn openSISE das seinem Kernel nicht beigebracht hat, bleibt immer noch der jeweils aktuelle Kernel aus dem entsprechenden Repo.
 
@Rainer Juhser: Keine Sorge. Ich bin lange genug in diesem Forum Mitglied, dass ich das weiß. ;)

@josef-wien: Danke für den Hinweis auf amd-pstate. Kannte ich bisher nicht und hört sich interessant an. Wie ich mittlerweile erfahren habe, ist der 5800X ein "Hitzkopf" (konstruktionsbedingt). Ich nehme mal an, dass amd-pstate besser als acpi-cpufreq hilft, die CPU kühl zu halten (unabhängig von der hardwareseitigen Kühlsituation). Nun kommen noch meine zwei Gretchen-Fragen:
  1. Wenn ich die initrd neu erstellen muss, wie erkenne ich, das ich es machen muss und wie mache ich das?
  2. Wie "installiere" ich amd_pstate? Voraussetzung ist wohl ein "Enable" beim CPPC im BIOS und Linux-Kernel >= 6.3, wenn ich richtig gelesen habe.
Naja, ein Upgrade auf Leap 15.6 steht ja eh demnächst an...würde ich aber erst nach dem Einbau der "neuen" Hardware machen.
 
Ich darf mit Freude berichten, dass der Austausch (im Prinzip) ohne Probleme verlief.

Im Prinzip bedeutet:
Es gab einen Schockmoment, weil GRUB plötzlich auf der Rescue-Konsole endete und nicht im Bootloader. Lösung: Durch einen automatischen BIOS-Reset wurde Secure-Boot wieder eingeschaltet. Nach ein paar Reboots ist es dann endlich auf-/eingefallen und wieder deaktiviert.
Unter Windows war plötzlich kein AMD-Grafiktreiber mehr installiert. Schnell nachinstalliert.

Und tatsächlich ist die neue CPU im Idle nicht wärmer als die alte CPU. Unter Last muss ich das noch beobachten.
 
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