Neutrino d-box

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Installation des Betriebssystems

dBox2 und Neutrino

Dieser Artikel beschreibt die Installation des Neutrino Betriebssystems auf einer Nokia dBox2. Neutrino läuft auch auf anderen Boxen und Geräten. Die Netzanbindung zu einem opensuse PC sollte gleich funktionieren. Zuvor lest bitte den allgemeinen Artikel über die dBox bei Wikipedia Leider kann man das Betriebssystem - obwohl ein Linux-Derivat - nur bequem mit einem Windows 98 oder XP Betriebssystem einspielen, da es die vorhandenen Tools nur für Windows gibt. Eine Anbindung mit einem "Nullmodem" Kabel ist nicht zwingend, aber hilfreich.

dBox und Enigma

Enigma ist das mit Neutrino verwandte Linux-Derivat, welchen auf der Dreambox läuft. Beide Systeme sind sehr ähnlich.

Vernetzung mit einem PC oder Notebook

Benötigte Software

Anbindung mit Seriellem Kabel

Ein Nullmodemkabel ist nicht zwingend erforderlich. Es funktioniert auch ohne. Aber man kann mit einem Nullmodemkabel den Prozess überwachen und das ist oft sehr hilfreich und beruhigend. Wer keine Serielle Schnittstelle mehr hat, kann für 5-10€ einen serial2USB Adapter kaufen.

Verbinden mit dem PC / Notebook

  • Im Gerätemanager mit der rechtem Maustaste auf die Netzwerkkarte klicken und unter Eigenschaften -> Erweitert den Duplex-Modus von Auto auf "10 halbduplex" setzen
  • Im Bereich Netzwerk dem PC / Notebook eine feste IP-Adresse zuordnen. Die Adresse sollte möglichst klein sein. Bsp: IP: 192.168.1.2, Subnetmask: 255.255.255.0 und Gateaway (nur bei Verwendung mit einem Router) 192.168.1.1 (Router-IP). Besonders wichtig ist, dass alle Geräte innerhalb des Netzwerkes aus einer IP-Gruppe stammen. In diesem Beispiel ist die Netzwerkgruppe eine "1"er-Gruppe. Sie kann zwischen 0 und 255 sein. Die Gruppe eines internen Netzwerks wird nach der dritten Zahlengruppe benannt.
  • Empfohlene Verbindung ist eine direkte Verbindung mit einem Nullmodemkabel UND einem Crosskabel. Es funktioniert aber auch nur mit einem Nullmodemkabel, mit 2 normalen Netzwerkkabeln und einem Hub oder Router dazwischen. Sollte man sich für die indirekte Verbindung via Hub oder Router entscheiden, so sollten wenn möglich keine anderen geräte angeschlossen sein, die manchmal stören können.

Der Debug-Modus

Die meisten Geräte lassen sich recht einfach in den Debug-Modus bringen. Das ist ein Zustand, in dem das Gerät bereit ist, eine neue Software zu empfangen. Leider ist es bei der dBox ein bisschen komplizierter, aber durchaus von einem Anfänger machbar. Die Anleitung sieht komplizierter aus, als sie es ist. Eine detaillierte Anleitung für verschiedene dBoxen findet man hier: http://dbox.muschikrieger.de/

Image aufspielen

Nachdem man die Software von Hallenberg auf den PC installiert hat, die Box im Debug-Modus und mit dem PC / Notebook wie beschrieben verbunden ist, den Hallenberg-Assistenten starten. Beim Start wird man nach dem Speicherort des Images gefragt. Bitte auch darauf achten, dass unter Punkt 2 die richtige Netzwerkkarte ausgewählt wurde!! Sollte man ein Nullmodemkabel verwenden, dann den richtigen com-Port auswählen. dBox ausschalten (stecker ziehen), auf "Start" klicken, mit "OK" den Dialog bestätigen und den Stecker der dBox einstecken. Hier spielt sich der Vorteil bei Verwendung eines Nullmodemkabels aus - denn dann kann man den Austausch von Informationen zwischen Box und PC verfolgen. Ohne Nullmodemkabel bleibt das Fenster weiss und man muss die Informationen im Display der dBox verfolgen. Wenn das Display "Fertig" anzeigt, dann kann man die Box neu starten. Der Fernseher sollte angeschlossen sein. Denn beim Neustart fragt ein Assistent im Fernsehbildschirm nach den Netzwerkeinstellungen der Box und ob es sich um eine Kabel oder Sat-Version handelt. Nach dem Assistenten sollte die dBox grundsätzlich funktionieren.

Basis Updates und Keys

Bei der dBox2 kommt man über die blaue Taste in ein Menü, wo man die Keys und ein Update des Grundsystems einfach vornehmen kann. Dazu müssen mit einem FTP-Programm die heruntergeladenen CAMS, Keys und das Basisupdate in das Verzeichnis der Box /tmp/update kopiert werden. Bitte IMMER zuerst das Basisupdate ausführen. Näheres zur FTP-Verbindung mit der Box bitte unter Netzwerkverbinung weiter unten nachlesen!

Einbindung ins Netzwerk

Allgemeine Netzwerkeinstellungen

Die IP-Adressen sind natürlich frei wählbar. Ich gebe hier nur meine Beispieleinstellungen an.
dBox und PC sollten eine fest zugewiesene IP haben!

DBox2 IP: 192.168.1.10
PC: Opensuse 10.2
PC-IP: 192.168.1.2 (setze stattdessen Deine IP des Opensuse-Rechners ein)
Router: IP: 192.168.1.1

DBOX Einstellungen

Die Folgenden Menüs erscheinen bei der dBox2 beim drücken der "dbox"-Taste. Teilweise sind dies auch Untermenüs im Bereich "Einstellungen" und "Service". Müsste aber alles leicht zu finden sein.

Netzwerk Einstellungen

Netzwerk Einstellungen
Menüpunkt Wert
IP: 192.168.1.10 (Deine dbox-IP)
Netmask 255.255.255.0
Broadcast 192.168.1.255
Standard Gateway 192.168.1.1 (Router-IP)
Nameserver 192.168.1.1 (Router-IP)

Netzwerk Verzeichnis mounten

Netzwerk Mounten
Menüpunkt Wert
Typ NFS
Server-IP 192.168.1.2 (IP des Linux-PC)
Verzeichnis/Freigabe /home/USER/dbox/
Lokales Verzeichnis /mnt/filme
Beim Start mounten ja
Mount Optionen rw,soft,udp
Mount Optionen nolock,rsize=8192,wsize=8192
MAC-Adresse 00:0E:A6:7C:23:69 (MAC des PC, kann aber auch 11:22:33:44:55:66 bleiben)

Aufnahme Einstellungen

Aufnahme Einstellungen
Menüpunkt Wert
Aufnahme Gerät Direkt (Datei)
Playback anhalten aus
Sectionsd anhalten ein
Umschalten bei Ankündigung aus
Aufnahme Start Korrektur 00
Aufnahme Stop Korrektur 00
In SPTS Modus aufnehmen ein

Direktaufnahme Einstellungen

Direktaufnahme Einstellungen
Menüpunkt Wert
Aufnahme Verzeichnis /mnt/filme
Max. Dateigrösse 4048 (reicht für ca 2,5h)
Anz. Ringpuffer 90
Synchrones Schreiben o_sync ein
Synchrones Schreiben fdatasync ein
Videotext aufzeichnen aus
PMT aufzeichnen aus
Bei Sofortaufn. Verzeichnisauswahl aus
Lange Dateinamen (mit EPG-Daten) ein
Vorlage für Dateinamen  %C_%T_%d_%t
Verzeichnisrechte 755

Movieplayer Einstellungen

Movieplayer Einstellungen
Menüpunkt Wert
Streamingserver aktiviert
Streamingserver IP 10.10.10.2
Streamingserver Port 8080
DVD Laufwerk D: (Diese Einstellung ist falsch - ich weiss nur den richtigen Eintrag nicht)
Verzeichnis (VLC) D:/Movies (Diese Einstellung ist falsch - ich weiss nur den richtigen Eintrag nicht)
Datenrate Video 1000
Transcod. auch mpg/vcd Video nein
MPEG Video Codec MPEG2
Auflösung 480x576
Datenrate Audio 192
Transcod. Audio (DVD/VCD/MPG) nein
Erzwinge AC3 bei AVI nein
Start Verzeichnis /mnt/filme (lokales dbox-Verzeichnis)
Start Plugin Teletext

Treiber und Bootoptionen

Treiber- und Bootoptionen
Menüpunkt Wert
SPTS-Mode Treiber laden ein
Info beim Booten anzeigen ein
HW-Sections verwenden aus
AVIA Watchdog aktivieren ein
eNX Watchdogaktivieren ein
PMT Update verwenden ein
EXPERT! Boot-Konsole seriell

Diverse Einstellungen

Diverse Einstellungen
Menüpunkt Wert
Standbymodus aus
Komplett ausschalten nach 0
Infobar Satelitenanzeige ein
Unterkanalanzeige oben rechts
Videotext Zwischenspeicher aus
Virtual zap bei Infobar aus
EPG-Cache (Tage) 1
PG verwenden nach Stunden 1
Max. Events 2500
EPG Speicherverzeichnis
Wiederholungsverzögerung 100
Anfangsverzögerung 180
Verzögerter Shutdown ein
Dateisystem UTF-8
Dateirechte anzeigen ja
Startverzeichnis absolut nein

NG-Image Einstellungen

Image Einstellungen
Menüpunkt Wert
Cryptinfo ein
CAID-Info aus
Fester Startkanal aus
TV-Kanalnummer 1
Radio-Kanalnummer 1
Automount ein
Fernbedienung Standard

Einbinden in OpenSuse

Installation des NFS Server mit YAST
Einrichten des NFS Server mit YAST - Bild 1
Einrichten des NFS Server mit YAST - Bild 2
Freigabe mit Konqueror
  • Verzeichnis erstellen. BSP: /home/USER/dbox (ersetze USER durch den Benutzer im home-Verzeichnis, dbox habe ich frei gewählt)
  • multimediaquellen zu YAST hinzufügen: YAST aufrufen, unter "Software" -> "Installationsquelle Wechseln" auf "Hinzufügen" klicken. Dann als Protokoll "http" auswählen und folgenden Link eingeben: packman.iu-bremen.de/suse/10.2/ (bei opensuse 10.1 muss die letzte Ziffer 10.1 heissen). Dann OK klicken und bei einer Nachfrage, ob die Schlüssel importiert werden sollen, auch mit ja bestätigen. Dann Beenden (Weiter) und die Multimediaquellen sind drin.
  • Über YAST -> Software -> Software Installieren oder Löschen folgende Dinge installieren: win32codec, gcc, make, kernel-source, expat, compat-expat, kdeadmin3, MPlayer, transcode, dvdrip, divX, divx4linux, Xvid, xvid4linux
  • Istalliere über YAST NFS-Server und YAST-nfs-server.
  • Zum Abspielen und Transcodieren (Umwandeln in ein MPEG, DivX oder anderes Format über YAST VLC installieren (mitsamt des VLC-Browser-PlugIns)
  • Zum Schneiden Und bearbeiten der Dateien über YAST ProjectX, MainActor und Avidemux installieren. Installiere alle drei und probier aus, welches Dir am besten gefällt. Hier wird nur kurz beschrieben, wie man Werbung aus einem Film schneidet.
  • Unter YAST / Netzwerkdienste die Option NFS-Server erscheint, dann "NFS-Server starten" anklicken, den Pfad eintragen (/home/USER/dbox) und als option rw zufügen. WICHTIG: Im Runlevel-Editor nfsserver auf JA setzen (damit er NFS-Server gestartet wird)
  • auf das Verzeichnis /home/USER/dbox mit rechter Maustaste klicken -> Freigeben und unter dem Reiter "Freigabe" "Freigeben per NFS" den ordner öffentlich und schreibbar für NFS freigeben.
  • Zum testen zu Beginn Firewall erstmal abschalten. Wenns ohne Firewall klappt, kann man sie ja wieder einschalten und gegebenfalls NFS-Server samt Port freigeben.

FTP-Verbindung

einfach im Konqueror den Link zur Box eingeben: ftp://root@IP-Der-BOX Benutzername: root Passwort: dbox


Weblinks



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Höhe=24px Dieser Artikel ist aus dem SUSE Wiki mit der dortigen Lizenz GFDL (Wikipedia) übernommen worden. Die Quelle in der SUSE Wiki unter Neutrino d-box ist zum Zeitpunkt der Einfügung identisch mit dem, was in der Linupedia (dem Linux-Club Wiki) unter Neutrino d-box steht. Der Artikel kann gerne überarbeitet werden. Wenn der Artikel der Quelle im Wortlaut nicht mehr entspricht, kann der Baustein entfernt werden, es muss aber die Quellenangabe unten eingefügt werden. Zudem sollte dann der Bausteine Vorlage:GFDL eingefügt werden, da der Artikel dann unter diese Lizenz fällt. Auf openSUSE.org ist eine Liste der Autoren verfügbar.