32 Bit oder 64 Bit Systeme Vor- und Nachteile

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Version vom 29. Oktober 2007, 21:16 Uhr von Jengelh (Diskussion | Beiträge) (Übersicht nach oben)

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Übersicht

  • 32-bit-Programme sind auf einen 32-bit-Adressraum beschränkt
  • 32-bit-Kernel können mehr als ~3.2 GB RAM nur mithilfe von PAE adressieren
  • 64-bit-Programmen steht definitiv SSE2 zur Berechnung von Fließkommazahlen bereit; 32-bit-Programme müssen hingegen davon ausgehen, dass SSE2 nicht vorhanden ist; die meisten Programme enthalten daher nur i387- statt SSE2-Instruktionen (Ausnahmen vorbehalten)
  • Größerer Registersatz für 64-bit-Programme ermöglicht weniger Zugriffe auf (vergleichsweise langsames) RAM
  • Typische 64-bit-Prozessoren sind so aufgebaut, dass der 64-bit-Modus nicht langsamer läuft (würde sich ja sonst schlecht verkaufen)
  • 32-bit-Anwendungen laufen generell auch in einer 64-bit-Umgebung
  • Evtl. Einrichtungsprobleme von 32-bit-Anwendungen in 64-bit-Umgebungen - nicht immer sind alle 32-bit-Bibliotheken als Paket für die 64-bit-Variante der Distribution vorhanden, tritt aber i.d.R. selten auf.

-j.engelh 18:05, 9. Okt. 2007 (CEST)

Immer wieder kommt die Frage auf ob denn nun 32 Bit (Intel x86) oder 64 Bit (AMD64) Systeme auf 64 Bit Prozessorsystemen, Dualcoreprozessorsystemen oder Dualprozessorsytemen besser sind.

Die grobe Antwort lautet: Kommt auf den Prozessor und Einsatzzweck an.

Die detaillierte Antwort: Wenn es ein 64bit- Single- oder Multiprozessorsytem oder vielleicht ein Dualcoreprozessorsystem ist, dann kann man 64 Bit Betriebsysteme installieren wenn man will. Muss man aber nicht. Da 64 Bit Software ohnehin im normalen Anwendungsbereich keinerlei Vorteile hat und beispielsweise Multimediacodecs und Spiele oftmals nur als 32 Bit Software existiert, hat die 64bit- Systemnutzung für normale User eher noch Nachteile als Vorteile. Ausnahmen sind einige spezielle Berechnungsprogramme, Rendering+Grafikbearbeitung mit entsprechend vorbereiteter Software sowie spezielle Videobearbeitungstools oder wenn man mehr als ~3.2 GB RAM im Rechner hat.

Die meisten User an Heim-Desktop-Rechnern benötigen eher funktionsfähige Multimediacodecs oder auch mal Spiele statt dieser Ausnahmen. Ergo dürfte da meist mit einem 32bit System der Bedarf des Anwenders eher gedeckt sein als mit 64 Bit Betriebssystemen. Allerdings lassen sich in einer 64-bit-Umgebung auch 32-bit-Programme ausführen.

Im Bereich Datenbankserver oder Renderfarmen oder in Rechnersystemen mit mehr als 4 GB Ram haben die 64 Bit Betriebsysteme jedoch durchaus ihre Vorteile, wobei auf diesen Rechnern dann aber wohl meist auf Multimediacodecs oder Spiele eher weniger Wert gelegt werden dürfte.

Allerdings ist auch zu beachten, dass sich die 64bit- Technologie immer weiter durchsetzen wird und entsprechend auch Software immer mehr auf dieser Technologie basierend entwickelt wird. Ähnliches konnte man bei dem Wechsel von 16 auf 32 bit feststellen.

--TomcatMJ 17:10, 27. Aug 2006 (CEST)

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